Etwa 1.000 Menschen haben gestern die Wiesen im Hofgarten besetzt.
So angenehm und lebendig könnte der Hofgarten also sein. Als ich gestern um kurz vor drei zum Flashmob gegangen bin, sind schon die ersten Leute mit Decken, Kindern und Frisbees auf der Wiese gelegen, haben getratscht und sich gesonnt. Vom älteren Herren mit deutschem Feuilleton in der Hand über den Familienvater, der schnell noch irgendwo Eis holen geht, bis hin zu Studis und SchülerInnen tummelte sich alles friedlich und genüsslich in der Sonne.
Dabei hatte ich schnell das Gefühl, dass dieser offiziell illegale Zustand viel normaler war als die gewohnte Leere auf den Rasen. Zum ersten Mal war der Hofgarten für ein paar Stunden wirklich ein Stadtpark. Nach diesem Erlebnis wirkt der Normalzustand mit Betretungsverboten noch absurder.
Politisch gesehen war dieser Flashmob eine mächtige Demonstration für die Öffnung des Hofgartens. Mit diesem Anlass will ich im Gemeinderat den nächsten Versuch starten, den Hofgarten frei zu geben.