Donnerstag, 9. Dezember 2010

VP-Selbstbedienung bei Subventionen

Der ÖVP-Seniorenbund holt sich 8.000 Euro Steuergeld für eine Eigenwerbungs-Broschüre. Der Tiroler Obmann des Seniorenbundes ist Vorsitzender des Ausschusses, der das Geld vergibt.

Auf unsere Kritik in der gerade laufenden Sitzung folgte allgemeines Unverständnis - der VP fehlt jedes Unrechtsbewusstsein, und die SPÖ unterstützt sie dabei. Kein Wunder, denn auch rote Organisationen bekommen immer wieder Geld der Stadt für ihre Arbeit, wenn auch nicht für derart freche Eigenwerbung.

Bild aus "Senioren Kompass 2010"; Impressum: Seniorenbund, Lichtenfelsgasse 7, 1010 Wien
(die Parteizentrale der ÖVP).

Die Broschüre ist klar ausgerichtet, auf der ersten Seite lächeln Pröll junior und Obmann Khol vom Foto, dazu wird erklärt wie viel Einfluss so ein Seniorenbund-Obmann in der VP hat. Der weitere Inhalt enthält unter anderem eine Vorstellung der VP-Organisation (17 Seiten lang) und ihrer Landesgruppen (16 Seiten). Dazu finden sich verschiedene Statistiken und ein Teil über inhaltliche Arbeit der schwarzen SeniorInnen. Für die ÖVP ist die Broschüre ein "Ratgeber", wohl weil ab Seite 117 einige Förderungen aufgelistet und erklärt werden.

Als PS: Die Fraktion der Bürgermeisterin "Für Innsbruck" spielt dabei auch mit. Denn der Obmann des Seniorenbundes sitzt auch in ihrem Klub: Die Liste "Seniorenbund" kandidiert in Innsbruck zwar unter ihrem eigenen Namen, ist aber per "Listenkopplung" de facto ein Teil von Für Innsbruck.

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