Mittwoch, 21. Juli 2010

Theresienstraße: Die Stadt bin ich

Die Bürgermeisterin will die Maria-Theresien-Straße für Touristen und Einkäufe reservieren. Stadtleben ist unerwünscht, auch die Fahrräder sollen weg.

Christine Oppitz-Plörer will alles verbieten, was ihrer Meinung nach nicht auf die "Visitenkarte der Stadt" passt. Motto: Die Stadt bin ich.

Dazu gehören Veranstaltungen von Religionsgemeinschaften und Parteien genauso wie Aktionen von NGOs (endlich keine mühsamen Protestaktionen vor dem Rathaus mehr!) und sogar "Staffelmalerei". Alles Dinge, für die sie sich offenbar schämen müsste. Sollten doch noch Veranstaltungen genehmigt werden, muss die Gestaltung an die Straße angepasst werden. Ich warte auf den ersten Bescheid, der goldene Sessel vorschreibt...

Besonderes Anliegen ist Oppitz auch, die Fahrräder aus der Fußgänger- und Radfahrzone zu verbannen, schließlich sieht das unordentlich aus. Wo die Räder bleiben sollen, ist mir ein Rätsel. Denn auch in der südlichen Theresienstraße, die jetzt neu gestaltet wird, fehlen Radständer.

Protest macht Sinn

Nach Druck der Grünen hat die Bürgermeisterin den Beschluss auf Oktober vertagt. Bis dahin sollen die Parteien Stellungnahmen abgeben. Je mehr Menschen in Mails, z.B. an christine.oppitz@magibk.at, Leserbriefen oder einfach in Facebook protestieren, desto eher wird dieser Akt endgültig entsorgt.

Im kleinen Innsbrucker Internet geht's rund
Und der Protest hat schon begonnen. Neben der Facebook-Gruppe "Nein zu einer scheintoten Maria-Theresien-Straße", Bloggereien von Gebi Mair ('Potemkinsches Dorf Innsbruck') und Uschi Schwarzl ('Die BMin will die Theresienstraße dicht machen') über die Hayek ('Willkommen in der Provinz') bis zum Querschreiber.

Zum Schluss hier noch Links zu den Artikeln der TT und der Krone.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

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