Mittwoch, 2. Juni 2010

Olympia-Untersuchungen

Während in Innsbruck die Olympischen Jugendspiele 2012 (YOG) weiter als Geheimsache behandelt werden, bemüht sich in Salzburg ein Untersuchungsausschuss gemeinsam mit dem Österreichischen Olympischen Comité (ÖOC) um Aufklärung. Es geht um die Bewerbung Salzburgs für die Olympischen Winterspiele.

Drei "Rechnungskreise", Schwarzgeldkonten abseits jeder Kontrolle, undurchsichtige Lobbyisten und Gerüchte um "Schweigegeld" für einen Trainer - der Alltag rund um die Bewerbung muss sagenhaft gewesen sein. Die Beschuldigten schieben sich gegenseitig Schuld zu. Hat der Bürgermeister von der geheimen dritten Buchhaltung gewusst? Hat er sie gar veranlasst, um das offizielle Budget politisch sauber präsentieren zu können? Oder war das nur eine Aktion der Berater, ohne die eine Olympiabewerbung offenbar nicht auskommt?

Die Details in diesem Spiel sind erschreckend, die Aufklärung ist absolut notwendig. Noch besser wäre es aber gewesen, schon während der Bewerbung saubere und transparente Strukturen zu schaffen.

Das hat die Politik in Salzburg nicht getan, genau so wie die Politik in Innsbruck sich jetzt weigert, Einblick in die YOG zu gewähren. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

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