Donnerstag, 20. Mai 2010

Madaillen-Gold der Stadt

7.000 Euro für Goldmedaillen, 5.000 für Silber, 3.000 für Bronze. Insgesamt 29.000 Euro will die Innsbrucker Stadtregierung den MedaillengewinnerInnen von Vancouver auszahlen.

Warum eigentlich? Ich habe Schlierenzauer und Kofler auch die Daumen gedrückt und Respekt vor ihren Leistungen. Aber rechtfertigt das Prämien aus Steuergeldern, wenn gleichzeitig wegen der Wirtschaftskrise Innsbrucker Sportvereine um 5% weniger Geld bekommen? Ich glaube nein.

Sportpolitik soll den Breitensport fördern. Das Ziel muss sein, möglichst vielen Menschen in der Stadt sportliche Betätigung leistbar zu machen. Deshalb waren wir Grüne auch gegen die Kürzungen bei den Sportvereinen, die knapp 30.000 Euro betragen. Wenn jetzt die gleiche Summe für die Medaillenprämien ausgegeben wird, dann wird deshalb kein einziger Mensch zusätzlich Sport betreiben. Einziger Effekt wird ein schönes Foto der Stadtregierung mit den Publikumslieblingen sein.

Immerhin haben wir durch unseren Protest erreicht, dass nicht mehr 53.000 Euro ausgegeben werden sollen, wie das die "Für Innsbruck"-Regierung ursprünglich wollte. Und wir haben erreicht, dass diese Sache im Gemeinderat verhandelt wird, anstatt auf die Schnelle in der Regierung durchgewunken zu werden.

Vielleicht finden sich ja in letzter Minute noch einige GemeinderätInnen der Koalition, die auch finden, dass dieses Geld bei den gekürzten Sportvereinen besser angelegt wäre. Und die sich auch trauen, entsprechend abzustimmen.

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