Donnerstag, 25. März 2010

PA Grüner Erfolg: YOG bekommen kontrollierenden Ausschuss

Hof: "FI hat aus EURO-Desaster gelernt"

In der heutigen Sitzung des Gemeinderats wurde der Antrag der Innsbrucker GRÜNEN einen begleitenden Ausschuss zu den Youth Olympic Games 2012 einzurichten dem Stadtsenat zur Erledigung zugewiesen. "Ich freue mich sehr über dieses Ergebnis", so der Sportsprecher der Innsbrucker GRÜNEN Martin Hof. "Gerade bei den YOG ist Transparenz die beste Möglichkeit, Probleme wie bei der Fußball-EURO zu vermeiden."

Der Antrag wurde mit großer Mehrheit gegen die Stimmen von SP und VP angenommen. "Die Bürgermeisterinnenfraktion FI hat offenbar aus dem EURO'08-Desaster gelernt", wertet der GRÜNE Gemeinderat das Abstimmungsergebnis: "Für SPÖ und ÖVP ist das geheime politische Taktieren im stillen Kämmerlein leider offensichtlich wichtiger."

Die Einrichtung eines begleitenden Ausschusses bietet aus Sicht der GRÜNEN die Chance "ein zweites millionenschweres Desaster zu verhindern. Obwohl wir die Sinnhaftigkeit der immer teurer werdenden YOG weiterhin bezweifeln, kann so hoffentlich verhindert werden, dass es zu groben noch kostenintensiveren Unregelmäßigkeiten kommt", so Hof abschließend.

Mittwoch, 24. März 2010

ÖVP-Verein will das Verbotsgesetz abschaffen

Der Akademikerbund verlangt in einem Brief an die Regierung die "generelle Beendigung der Einwanderung", die Aufhebung des Gleichbehandlungsgesetzes und des NS-Verbotsgesetzes, das Nazi-Wiederbetätigung verbietet.

Der Rechte Rand der ÖVP rückt also immer weiter ins extreme Eck. Obmann des Akademikerbundes ist Franz Fiedler, aus Tirol sitzt VP-Abgeordnete Karin Hakl im Vorstand.

Immer wenn man glaubt es geht nicht mehr viel schlimmer...

Quelle: Artikel auf www.oe24.at


Update: Immerhin, die Reaktionen aus der ÖVP sind deutlich: http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Riesenwirbel-um-NS-Verbotsgesetz-in-OeVP-0672479.ece

Montag, 22. März 2010

ÖVP dreht Frauen-Projekte ab

Ein Hilfeschrei in Form einer Presseaussendung des Autonomen FrauenLesbenZentrums:

"Patrizia Zoller-Frischauf, die zuständige Landesrätin für Frauenförderung, entzieht kritisch-feministischen Einrichtungen die finanzielle Existenzgrundlage.

Wie bereits 2009 – nach fast 20 Jahren Förderung – wurde auch heuer wieder dem Autonomen FrauenLesbenZentrum (www.frauenlesbenzentrum.at) von ÖVP-Landesrätin Zoller-Frischauf die beantragte Subvention gestrichen. Die Politik der Subventionsstreichungen der ÖVP weitet sich aus. Aktuell davon betroffen sind nun auch das ArchFem – Interdisziplinäres Archiv für Feministische Dokumentation (ein feministisches Archiv und Frauenbildungsprojekt, www.archfem.at) sowie kinovi[sie]on (eine feministische Kulturinitiative, die monatlich Filme von Regisseurinnen zeigt - www.leokino.at/kinovisieon/kinovisieon.php).
Mit der Zerschlagung dieser drei langjährig engagierten, ohnehin unterfinanzierten Einrichtungen und Initiativen „erspart“ sich das Land Tirol die Summe von insgesamt € 14.500,– . Begründet werden die Streichungen der Förderungen für kritische, feministische Initiativen mit Sparzwang und „erheblichen Budgetkürzungen“. Das ganze weitere Ausmaß der Streichungen bzw. Kürzungen für die wenigen noch verbleibenden feministischen Einrichtungen und Initiativen in Tirol ist uns zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt.
Eine moderne Gesellschaft ist nicht homogen. 1,3 Millionen für einen Landesfestumzug – keine € 14.500,– für Frauenprojekte!
Der jahre- und jahrzehntelange Einsatz (FrauenLesbenZentrum: 26 Jahre; ArchFem: 17 Jahre; kinovi[sie]on: 5 Jahre) für eine emanzipatorische Gesellschaftsveränderung jenseits eines traditionellen Frauenbildes hat offensichtlich in Tirol keinen Platz mehr. Damit haben Zoller-Frischauf und die ÖVP ihr Demokratieverständnis deutlich dargelegt.Das Land Tirol hat sich zwar zur Frauenförderung bekannt, es ist auch aufgrund internationaler Verträge (siehe z.B. die Frauenrechtskonvention CEDAW) und der Bundesverfassung dazu verpflichtet. Offen bleibt aber, welche „Frauenförderung“ das Land Tirol überhaupt durchführt. Die Öffentlichkeit hat ein Recht zu erfahren, welche Projekte nach welchen Prinzipien gefördert werden."

So siehts aus im heiligen Land. Am Subventionsbuffet gibt's Millionen für Hofer-Nostalgie, für kritische Frauen sind nicht mal Krümel übrig.

Freitag, 19. März 2010

Die halbe Million im Plastiksackerl

Korruptionsverdacht im ÖOC - jetzt wird auch die Politik untersucht.

Der Kurier berichtet von einem millionenschweren Schwarzgeldkonto,
Beraterhonoraren in aller Welt und Verbindungen in die Politik. Ob es
da nur um die Salzburger Bewerbung geht oder auch die Innsbrucker
Jugendspiele betroffen sind?

http://kurier.at/sport/1987374.php


Donnerstag, 18. März 2010

Erbsenzählen bei den Kleinen, Millionen für Prestigeprojekt

Mich regt das wirklich auf. Da werden bei den Jugendspielen schnell mal 10 Millionen draufgelegt, aber die Sportvereine in der Stadt werden um lächerliche Summen gekürzt weil man angeblich sparen muss.

30.000 Euro bringt die 5 %-Kürzung der Sportsubventionen für die Stadt. Die YOG werden aber allein die Stadt fünf bis sieben Millionen Euro kosten. Dazu kommen noch öffentliche Mittel von Land, Bund und Tourismusverband.

Die schwarz-rote Sportpolitik ist ziellos, und sie hat in ihrer Gier nach prestigeträchtigen Events jedes Maß verloren.

Deshalb freut mich der Artikel im aktuellen Stadtblatt. Denn angesichts der YOG-Millionen, von denen einiges auch in Inserate in Zeitungen fließt, ist es leider nicht mehr selbstverständlich dass auch kritische Artikel zu dem Thema gedruckt werden.

Dienstag, 9. März 2010

YOG? - "Sinnlos."

Im aktuellen "Echo" sprechen Volleyballmanager Hannes Kronthaler und sein Kollege vom FC Wacker Plattner unter anderem über die Olympischen Jugendspiele (YOG). Ein Auszug:

[ECHO:] 2012 steht mit den 'Winter Youth Olympic Games' die nächste millionenschwer geförderte Veranstaltung am Programm. Wie sinnvoll sind solche Veranstaltungen für die heimische Sportwelt?
Kronthaler: ...
Plattner: ...
Kronthaler: Sinnlos. Das wird eine Universiade, nur noch viel schlimmer. Und die Universiade hat schon 8,5 Millionen gekostet - und niemand hat davon etwas mitbekommen. [...] Nur in dem Fall dieser Jugendwinterspiele bleibt halt für die Vereine, für den Sport allgemein in Innsbruck und Tirol wieder genau überhaupt nichts übrig.
Plattner: Siehe Fußball-Europameisterschaft, wo wir als Innsbrucker Fußballverein nicht nur nichts davon hatten, sondern vielmehr nocht für mehrere Jahre auf einer Baustelle spielen und arbeiten mussten, einen Trainingsplatz dadurch verloren haben und, und, und. Da ist kein Konzept dahinter und es interessiert auch niemanden.

Auch der Rest des Gesprächs ist lesenswert. Echo gibt es am Kiosk und im Zeitschriftenhandel.