Dienstag, 2. Februar 2010

PA Das Geld anderer Leute

GRÜNE: „Wenn es keine Sponsoren gibt, sollen auch die SteuerzahlerInnen nicht für Olympia bezahlen“

Es sei der typische Umgang mit dem „Geld anderer Leute“ ist der GRÜNE Landtagsabgeordnete Gebi Mair vom Ergebnis des Gipfels zu den Youth Olympic Games nicht überzeugt. „Wenn der Bund mehr zahlt, ist das zwar für Stadt und Land besser. Für die SteuerzahlerInnen bleibt es aber ziemlich gleich, aus welcher Tasche ihnen das Geld gezogen wird.“
Die GRÜNEN legen nun eine klare Forderung auf den Tisch: „Wenn nicht mindestens 50% der Kosten durch private Sponsoren aufgebracht werden können, dann sollen die Youth Olympic Games abgesagt werden. Das ist ja wohl das Mindeste, dass sich auch Private für das Event interessieren. Wenn nicht, dann wird sich nämlich auch das weltweite ZuschauerInneninteresse in Grenzen halten. Und dafür wird die Veranstaltung schließlich gemacht“, so Gebi Mair. Dass eine Veranstaltung für 14-18jährige die Casinos mit ihrer Altersgrenze von 18 Jahren als Hauptsponsor habe wie von Bürgermeisterin Zach gewünscht, sei aber hoffentlich nichts ernst gemeint werden.

"Mit dem explodierten Defizit gibt allein die Stadt Innsbruck 50 Euro von jedem Bürger und jeder Bürgerin der Stadt für die Spiele aus" erklärt der Innsbrucker GRÜNE Gemeinderat Martin Hof. Er erwartet angesichts der Erfahrungen mit der Fußball-EURO in Innsbruck noch höhere Kosten. "Zach und Gschwentner sollen endlich sagen, was eine Absage der YOG kosten würde. Dann können Gemeinderat und Landtag entscheiden, wie es weiter gehen soll."

Dass Landeshauptmann Platter (VP) eingesehen habe, dass die Universiade nichts gebracht habe, sei positiv zu werten. Dass sich das Land aber gleich ins nächste finanzielle Abenteuer dieser Art stürze, umso unverständlicher. „Gerade weil es sich um das Geld anderer Leute handelt, muss Schluss sein mit dem Wunschdenken. Ein bisschen mehr Realismus im Umgang mit Geld in der Wirtschaftskrise ist wohl nicht zu viel verlangt“, schließt der GRÜNE Landtagsabgeordnete.

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