Donnerstag, 25. Februar 2010

BMin Zach geht


Gerade hat BMin Zach bekannt gegeben, dass der heutige Gemeinderat ihre letzte Gemeinderatssitzung war. Sie will noch ein paar Dinge abschließen, aber beim nächsten Gemeinderat im April wird sie also nicht mehr dabei sein.

Sie dankte allen GemeinderätInnen, sie habe in ihrer Arbeit vor allem unwahrscheinlich viel gelernt. Wegen Spaß habe sie den Job nie gemacht, aber es sei eine in höchstem Maß sinnstiftende Arbeit gewesen.

In den Gemeinderat habe sie vollstes Vertrauen, in alle 40 Menschen. Von allen Fraktionen wurde ihr zumindest Respekt für ihr Engagement ausgedrückt. Obwohl alle damit gerechnet hatten war der Abschied im Raum sehr zu spüren. Eine Ära geht zu Ende.

Mittwoch, 17. Februar 2010

Gefährliches Spiel / YOG

Der deutsche LA-Verband überlegte aus gutem Grund die Jugendspiele zu boykottieren.

Die Olympischen Jugendspiele (YOG) sind nicht nur sauteuer, sie werden auch schweinegefährlich für die jungen SportlerInnen. Deshalb wollte der deutsche Leichtathletikverband schon 2007 die kommenden Sommer-Spiele in Singapur boykottieren: "Wir unterstützen nicht, das absolute Leistungsprinzip auf Sechzehnjährige herunterzudelegieren".

Mehr dazu gibt es hier.

Donnerstag, 11. Februar 2010

Das Grüne Sportprogramm

Ein Jahr Arbeit hat es gebraucht, jetzt ist es fertig: Das beste Sportprogramm Österreichs. Ok, das "beste" Sportprogramm ist relativ, wenn man sich durchliest, was die anderen Parteien so anzubieten haben.

Die Wahrheit ist, dass es in Österreich eigentlich gar keine Sportpolitik gibt. Denn Sportpolitik besteht vor allem aus der Vergabe von Subventionen. Dabei hat aber niemand einen Überblick darüber, wo die einzelnen Subventionen von Stadt, Land und Bund insgesamt landen. Gefördert wird in erster Linie das, was schon immer gefördert wurde und das, was den PolitikerInnen große Schlagzeilen garantiert: Die Fußball-Euro war ein Beispiel, die Youth Olympic Games sind das nächste.

Wir sagen: Politik soll den Breitensport fördern. Wir wollen versuchen, Sport möglichst vielen Menschen schmackhaft zu machen. Und wir fordern endlich gläserne Subventionen. Die EU schafft es, die Agrarförderungen für jeden einzelnen Bauern zu veröffentlichen - in allen Mitgliedstaaten, egal wie klein die Förderung sein mag. Da werden wir es doch schaffen, die Subventionen von Gemeinden, Ländern und Bund in eine einfache Datenbank einzutragen, in der dann alle nachsehen können, wer warum wieviel Steuergeld für Sport bekommen hat.

Unser Sportprogramm gibt es hier zum Download. Danke an alle, die daran mitgearbeitet haben!

Bild: Gebi Mair, Ingrid Felipe und meine Wenigkeit bei der Präsentation im Happy Fitness.

Mittwoch, 10. Februar 2010

PA Radikales Grünes Sportprogramm stellt Sport und nicht Tourismus in den Mittelpunkt

Felipe: "Sport ist mehr, als Funktionäre und TV-Events"

Auf das stark veränderte Sportverhalten und wollen die Tiroler GRÜNEN aufmerksam machen - auch deshalb haben sie sich für die Präsentation ihres neuen Sportprogramms das "Happy Fitness"-Studio in Innsbruck ausgesucht. "Denn die Verbands- und Funktionärsstruktur hat mit den immer stärker individualisierten sportlichen Bedürfnissen der Menschen nur mehr sehr wenig zu tun", betont Landtagsabgeordneter Gebi Mair. Einzigartig ist das Sportprogramm der GRÜNEN allein schon deshalb, weil die anderen Tiroler Parteien so etwas gar nicht haben. "Grüne Sportpolitik mit Ziel und Richtung" unterscheide sich von der Gießkanne, mit der ÖVP und SPÖ ihre Vereine immer wieder bediene, betont Gebi Mair.

"Wir sagen nicht nur, was wir wollen, sondern auch, was wir nicht wollen", betont die GRÜNE Landessprecherin Ingrid Felipe, selbst seit vielen Jahren Organisatorin von Sport-Veranstaltungen. "Sport hat eine wichtige soziale und integrative Funktion", ist die begeisterte Handballerin überzeugt. "Letztes Ziel der Sportpolitik muss die Förderung von Breitensport sein."

Von einer veränderten Schul-Architektur mit Bewegungsräumen über mehr Förderung für den Breiten- und Individualsport bis zu mehr sportlicher Infrastruktur, die auch ohne Vereinsmitgliedschaft zugänglich ist, reicht die Palette des neuen Grünen Sportprogramms. Um Jugendlichen eine breite sportliche Palette anbieten zu können, müsse Bewegung aber auch in Kindergärten und Schulen selbstverständlicher Teil der pädagogischen Arbeit sein. "Und da hapert's oft schon an der Infrastruktur, wenn Schulen keine oder schlechte Sportplätze und -hallen haben, wenn's in einer Gemeinde zuwenig Spielplätze zum Austoben gibt", so Ingrid Felipe. Von der schwierigen Sportplatz-Suche in Innsbruck bis zur nicht vorhandenen frauenspezifischen Sportförderung reicht die Palette der Kritik von Ingrid Felipe.

Und warum das Schlamassel? "Es gibt derzeit keine Sportpolitik. Weil es überhaupt keine Transparenz gibt" erklärt der Innsbrucker Grün-Gemeinderat Martin Hof. Wenn die Stadt ein Förderansuchen von einem Verein oder für eine Veranstaltung bekommt, wissen wir im Gemeinderat meist nicht einmal, wieviel Land und Bund für das gleiche Projekt zuschießen". Wenn sogar die Agrarförderungen der EU bis zur kleinsten Subvention für den kleinsten Bauern nachvollziehbar sind, könne die Intransparenz bei der Sportförderung kein Zufall sein. "Da wird ja teilweise Kraut und Rüben gefördert. Eine fernsehwirksame Sportveranstaltung einer Sportart, die in Tirol fast niemand betreibt, dürfte nach unserer Überzeugung nicht aus dem Sport-Fördertopf finanziert werden", so der Innsbrucker Gemeinderat. "Wenn wir solche Veranstaltungen wirklich brauchen, dann soll das Geld aus dem Tourismus-Topf kommen." Die Investitionen in Breitensport und in Großveranstaltungen stehe in Tirol momentan in keinem Verhältnis, rechnet Martin Hof alleine am Beispiel der Stadt Innsbruck vor: "Wir geben dieses Jahr 1,2 Mio. Euro für laufende Sportförderungen aus. Das Fass ohne Boden 'Youth Olympic Games' wird die Stadt zumindest das vierfache Kosten. Das sind völlig falsche Prioritäten", so Martin Hof abschließend.

Die GRÜNEN wollen ab jetzt auch die anderen Parteien zu aktiver Sportpolitik zwingen und kündigen schon jetzt an, die verfügbaren Informationen über die Sportförderungen von Stadt und Land im Detail zu durchforsten und die Verschwendung von Sportgeldern für andere Zwecke zu thematisieren.

Samstag, 6. Februar 2010

Landeshauptmann auf Erbsen

Die Olympischen Jugendspiele werden 10 Millionen Euro mehr kosten als gedacht. Landeshauptmann Platter meint dazu, dass man jetzt "keine Erbsen zählen" sollte.


Ein paar Fakten:
  • 10 Millionen Erbsen ergeben, lückenlos aneinander gereiht, eine Erbsenspur von 50 Kilometern.

  • Noch mehr Erbsen bekommt man, wenn man sie für 10 Mio Euro bei Billa bestellt: 1.200 Tonnen Iglo-Tiefkühlerbsen werden in praktischen 125g-Packungen frei Haus geliefert.
  • Wer Erbsen nicht mag, kann sich für dieses Geld auch 20 höchstwertige Sportplätze mit allem Drum und Dran bauen lassen. Zusätzlich geht sich bei dieser Variante auch noch die Erhaltung des Lanser See-Bads aus.
Und das sind nur die Mehrkosten der "Youth Olympic Games".

Freitag, 5. Februar 2010

Grüner Ball 2010

Auch dieses Jahr bitten die Tiroler Grünen am Faschingssamstag aufs Parkett in der Villa Blanka. Musikalische Unterstützung kommt dabei traditionellerweise von MAKE-UP, Karl Öllinger beschallt als „DJ Ölli“ die Lounge. Shuttelbusse vom Bahnhof erleichtern die Anreise auf die Weiherburg. Zudem bietet die Grüne Bar wieder viel Gelegenheit mit unseren PolitikerInnen zu plaudern.
INFO und TERMIN:
13.02.2010, ab 20 Uhr
Villa Blanka, Weiherburggasse 8, 6020 Innsbruck

Kartenvorverkauf und Tischreservierungen unter 0512/577109 oder im Grünen Büro, Museumstraße 11.

VVK €15 - SeniorInnen €12; SchülerInnen/Studierende/Präsenz- und Zivildiener € 5;
Abendkassa € 18


GRATIS SHUTTLEDIENST

ab Hauptbahnhof und Terminal von19.30 bis 22.30 im 30minutentakt
Rückfahrt um 1.00 2.00 3.00 Uhr ab Villa Blanka

Wir freuen uns auf ein Fest mit Dir/Euch!

Donnerstag, 4. Februar 2010

NOlympia in Vancouver

Vor den olympischen Winterspielen hat sich in Vancouver heftiger Widerstand gebildet. Inzwischen unterstützen 40% der Menschen in British Columbia die KritikerInnen.


"Bei den Olympischen Spielen auf lokalem Niveau geht es vor allem um eines: Immobiliengeschäfte" meint der Initiator in einem spannenden Artikel der taz.

In Innsbruck ist inzwischen klar geworden, dass die geplanten Olympischen Jugendspiele um mindestens 35-65% teurer werden als geplant. Jetzt stehen die zu befürchtenden Kosten bei 20-25 Mio Euro statt 15 Mio.

Die Reaktion von SP und VP: Da muss man jetzt halt durch. Ihr Geld ist es ja nicht.

Mittwoch, 3. Februar 2010

Ganz Innsbruck gegen Vorratsdatenspeicherung

Die neuesten Überwachungspläne der Bundesregierung bricht mit der rechtsstaatlichen Tradition, meint die Rechtsanwaltskammer.

Während bei der Überwachung die schärfsten Mittel angewandt werden, wird beim Datenschutz geschludert, meinen wir Grüne.

"Those who would give up essential liberty to purchase a little temporary safety deserve neither liberty nor safety" meint Benjamin Franklin.

Das alles und mehr hat der Innsbrucker Gemeinderat auf Antrag der Grünen beschlossen. Deshalb schickt die Bürgermeisterin einen Brief an die Parlamentsklubs, in dem sie ihre "tiefe Besorgnis" über den Entwurf zur Vorratsdatenspeicherung ausdrückt. Damit ist Innsbruck nach Wien die zweite Landeshauptstadt, die sich gegen die Überwachungspläne der Bundesregierung stellt. Ein schöner Grüner Erfolg.

Den Brief zum Nachlesen gibt es hier.

Dienstag, 2. Februar 2010

PA Das Geld anderer Leute

GRÜNE: „Wenn es keine Sponsoren gibt, sollen auch die SteuerzahlerInnen nicht für Olympia bezahlen“

Es sei der typische Umgang mit dem „Geld anderer Leute“ ist der GRÜNE Landtagsabgeordnete Gebi Mair vom Ergebnis des Gipfels zu den Youth Olympic Games nicht überzeugt. „Wenn der Bund mehr zahlt, ist das zwar für Stadt und Land besser. Für die SteuerzahlerInnen bleibt es aber ziemlich gleich, aus welcher Tasche ihnen das Geld gezogen wird.“
Die GRÜNEN legen nun eine klare Forderung auf den Tisch: „Wenn nicht mindestens 50% der Kosten durch private Sponsoren aufgebracht werden können, dann sollen die Youth Olympic Games abgesagt werden. Das ist ja wohl das Mindeste, dass sich auch Private für das Event interessieren. Wenn nicht, dann wird sich nämlich auch das weltweite ZuschauerInneninteresse in Grenzen halten. Und dafür wird die Veranstaltung schließlich gemacht“, so Gebi Mair. Dass eine Veranstaltung für 14-18jährige die Casinos mit ihrer Altersgrenze von 18 Jahren als Hauptsponsor habe wie von Bürgermeisterin Zach gewünscht, sei aber hoffentlich nichts ernst gemeint werden.

"Mit dem explodierten Defizit gibt allein die Stadt Innsbruck 50 Euro von jedem Bürger und jeder Bürgerin der Stadt für die Spiele aus" erklärt der Innsbrucker GRÜNE Gemeinderat Martin Hof. Er erwartet angesichts der Erfahrungen mit der Fußball-EURO in Innsbruck noch höhere Kosten. "Zach und Gschwentner sollen endlich sagen, was eine Absage der YOG kosten würde. Dann können Gemeinderat und Landtag entscheiden, wie es weiter gehen soll."

Dass Landeshauptmann Platter (VP) eingesehen habe, dass die Universiade nichts gebracht habe, sei positiv zu werten. Dass sich das Land aber gleich ins nächste finanzielle Abenteuer dieser Art stürze, umso unverständlicher. „Gerade weil es sich um das Geld anderer Leute handelt, muss Schluss sein mit dem Wunschdenken. Ein bisschen mehr Realismus im Umgang mit Geld in der Wirtschaftskrise ist wohl nicht zu viel verlangt“, schließt der GRÜNE Landtagsabgeordnete.

PA Geheimsache YOG: Was kostet der Ausstieg?

GRÜNE: Prestigeprojekt "sportlich und wirtschaftlich gefährlicher Unsinn"

"Die schwarze BM-Liste 'Für Innsbruck' behandelt die Jugendspiele weiterhin als Geheimsache", ärgert sich der GRÜNE Sportsprecher Gemeinderat Martin Hof. Entsprechende Anfragen der GRÜNEN habe die ÖVP in Stadt und Land bereits dreimal nicht beantwortet.

Ex-Vizebürgermeister Platzgummer, der wegen der Fußball-EURO zurückgetreten war, habe die Stadt im Blindflug in die YOG manövriert: "Wir wissen weder was die Durchführung, noch was der Ausstieg kostet." Jetzt müssten die Karten auf den Tisch: "Erst wenn die Öffentlichkeit seriöse Zahlen zu beiden Varianten kennt, kann man darüber reden, was für die Stadt mehr Sinn macht."

"Sportlich gesehen sind die YOG ein gefährlicher Unsinn. Sogar das ÖOC räumt ein, dass jugendliche SportlerInnen für die YOG zu früh auf Höchstleistung trainiert werden. Das ist gefährlich für die Gesundheit und die Karrieren der NachwuchssportlerInnen", erklärt der GRÜNE Sportsprecher. Der IOC wolle vor allem verhindern, noch mehr Jugendliche TV-ZuseherInnen für die großen Olympischen Spiele zu verlieren. "Da gab es nach den letzten Spielen Beschwerden von Sponsoren. Deshalb sorgt sich das IOC vor allem um seine Werbeeinnahmen." Mit den YOG sollten Jugendliche wieder für die "Marke Olympia" interessiert werden.

Für die GRÜNEN ist auch der Wert für die lokale Wirtschaft und Tourismus völlig ungeklärt. "Wirtschaftlich ist bei den YOG nur der Werbewert interessant. Aber niemand weiß, ob und wie weit die YOG von internationalen Medien überhaupt beachtet werden." So sei unbekannt, ob und welche TV-Stationen die YOG übertragen würden. "Sicher ist nur, dass es eine Homepage geben wird mit selbstgemachten Videos. Dafür sind 10-15 Millionen Steuergeld ein ziemlich teurer Spaß der ÖVP", so Hof.



GR Martin Hof beschäftigt sich schon länger mit diesem Thema. Sein Video dazu von vergangenem Herbst finden Sie unter http://www.youtube.com/watch?v=boTw0ZRH8NI

Montag, 1. Februar 2010

Freud und der Wirtschaftsbund

Ein Freud'scher Versprecher ist "eine sprachliche Fehlleistung, bei der ein eigentlicher Gedanke oder eine Intention des Sprechers unwillkürlich zu Tage tritt" (Wikipedia). Ob das ein Freud'sches Plakat ist?

Die Vision von Jürgen Bodenseer: Ein Auto ohne Vorderrad.


Wenn UnternehmerInnen der Motor sind, sind die Räder dann die Angestellten? Wird der Motor wirklich gestärkt, wenn man 50% der Räder einspart? Und wer schleppt dann das Wirtschafts-Auto ab, der Staat?

Update: Die schwarzen Kämmerer arbeiten mit allen Mitteln. Jenseits:
http://www.gruenewirtschaft.at/content/ww/wirtschaftswunder/themen/sosdemokratie/article/1599.html