Dienstag, 19. Januar 2010

Wer kommt nach?

Zentrale Menschen der Koalition werden sich 2010 zurückziehen.

Bürgermeisterin Zach ("Für Innsbruck - FI") nützt das neue Jahr, um ihren Rücktritt vorzubereiten. Öffentlich denkt sie über NachfolgerInnen nach, logisch wären ihre Vizebürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer oder der junge Stadtrat Christoph Kaufmann. Gleichzeitig versucht Zach, noch einige unangenehme Entscheidungen abzuhaken, damit ihre Nachfolge nicht gleich mit schlechter Presse ins Amt starten muss. Das betrifft die angekündigte Erhöhung von IIG-Mieten und wohl auch die Kostenexplosion der Olympischen Jugendspiele 2012. Im Laufe des Jahres wird sie ihr Amt übergeben. Erschwert wird die Übergabe dadurch, dass ihr FI-Klub seit dem Rücktritt von Kronprinz Christoph Platzgummer offenbar tief gespalten ist.

Zachs Parteikollege und Koalitionspartner Sprenger (VP) dürfte gleichzeitig mit der Bürgermeisterin das Feld räumen. Sein designierter Nachfolger als Vizebürgermeister, VP-Parteiobmann Franz Xaver Gruber, scharrt schon seit Jahren in den Startlöchern. Bisher ist Sprenger geblieben, wohl mit dem Argument dass man den Wechsel gleichzeitig mit FI über die Bühne bringen sollte. In den letzten Monaten ist Sprenger politisch nur noch dadurch aufgefallen, dass er in fast jeder Sitzung ein oder zweimal gegen seine eigene Fraktion gestimmt hat. Mir kommt es so vor als hätte er ein diebisches Vergnügen daran, seine letzte Zeit im Amt ohne Rücksicht auf VP-Strategie endlich das machen zu dürfen was er selber will - und damit seine Parteikollegen zu nerven.

Auch bei der SPÖ als dritter Koalitionspartei tut sich hinter den Kulissen einiges. Die lange unbestrittene Frontfrau Pokorny-Reitter bekommt heftige Konkurrenz vom ehemaligen Bau-Manager (Porr) und jetzigen Verkehrsstadtrat Walter Peer. Nach allem Anschein zeichnet sich ein heftiger roter Machtkampf ab um die Frage, wer von beiden bei der nächsten Wahl 2012 SpitzenkandidatIn der SPÖ wird. Eine zentrale Rolle bei dieser Entscheidung spielt sicher der FPÖ-affine* Klubobmann der SPÖ im Rathaus, Arno Grünbacher. Im Hintergrund schafft sich die engagierte Kollegin Eberl langsam aber sicher eine eigene Hausmacht in der Partei.

Weil die SP in diesem Jahr noch nicht über die Spitzenkandidatur entscheiden wird, dürfte das halböffentliche Ziehen und Zerren wohl weiter gehen.

So weit die Regierung, über die Ausgangslage der Opposition und damit auch unsere eigene schreibe ich hier demnächst.

*copyright für den Ausdruck "FPÖ-affin": Uschi Schwarzl.
Zur allgemeinen Verwendung freigegeben.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Nur bei den "Grünen" tut sich nichts.
Vermutlich bleibt die Frau StRIn
noch weitere Jahre ("Funktionsperioden").Aus demokratiepolitischer Sicht unverständlich!