Dienstag, 19. Januar 2010

PA YOG: "Geheimprojekt der Bürgermeisterinnen-Liste"?

Nach Kostenexplosion fordern GRÜNE neue Diskussion mit offenem Ausgang
Innsbruck, 12.1.2010

"Ich hoffe, dass das nicht bloße Taktik ist, um Druck auf die Verhandlungspartner wie das IOC auszuüben" kommentiert der Grüne Sportsprecher Martin Hof die Aussage von Bürgermeisterin Zach zu den Youth Olympic Games 2012 in Innsbruck (YOG). Zach hatte angesichts von massiven Budgetüberschreitungen davon gesprochen, dass die Spiele noch nicht fix seien. Derzeit werde ein neuer Budgetplan mit dem IOC verhandelt, der dann dem Gemeinderat vorgelegt werden muss. "Nach dieser Kostenexplosion müssen die YOG noch einmal völlig neu bewertet und mit offenem Ausgang diskutiert werden."

Gerade in der Wirtschaftskrise dürfe Zach ein Projekt nicht nach dem Motto 'koste es was es wolle' durchpeitschen. "Geplant war, 9 Millionen an Steuergeld in die Spiele zu stecken. Inzwischen drohen sich diese Kosten mit 17 Millionen fast zu verdoppeln", so Hof. Das ursprüngliche Budget sieht 15 Millionen an Gesamtkosten vor, davon 9 Millionen aus Steuergeld. In den letzten Monaten war immer wieder von erwartbaren Kosten von 23 Millionen Euro die Rede. Die Mehrkosten müssen aufgrund des Vertrages mit dem IOC von der öffentlichen Hand getragen werden.

"Bis jetzt sind die Spiele und ihre Kosten ein Geheimprojekt der Bürgermeisterinnen-Liste 'Für Innsbruck'", meint Hof. Nach monatelangen Spekulationen sei es höchste Zeit, die Karten auf den Tisch zu legen: "Zach soll den Gemeinderat und die BürgerInnen endlich über das Ausmaß des Defizits informieren." Dann sei offen darüber zu sprechen, ob sich die YOG zu diesen Kosten für die Stadt vertretbar seien.

Dabei müsse auch noch einmal über den Nutzen der Spiele für die Menschen in der Stadt und über den Werbewert gesprochen werden. "Bisher wissen wir nur, dass es eine Homepage mit Videos von den YOG geben wird. Für 15-23 Millionen Euro wäre das ein unverantwortlicher, teurer Spaß der Koalition!" so Hof.

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