Dienstag, 15. Dezember 2009

YOG: Unkontrolliert ins Millionenloch

Bürgermeisterin Zach "sehr sehr zufrieden"

Letzten Donnerstag wollte ich von der Bürgermeisterin wissen, wie viel Steuergeld das angeblich 15-Millionen-Euro-'günstige' Projekt "Youth Olympic Games 2012" (YOG) wirklich kosten wird.

Die Bürgermeisterin hat die Antwort verweigert: Es würden gerade "heikle Verhandlungen" laufen. Zehn Stunden später titelte die TT: "23-Millionen Euro - Jugendspiele müssen jetzt radikal sparen".

Das ist unzumutbar.

Sie schaltet die Kontrolle fast vollständig aus: Sie lässt einen neuen Vertrag mit Bund, Land, Stadt, IOC, ÖOC und Neuer Heimat ausverhandeln. Bis der Vertrag fertig ist, erfährt niemand, wie teuer die Spiele wirklich werden. Der Gemeinderat darf das Ergebnis nur noch abnicken - Veränderungen sind dann jedenfalls nicht mehr möglich.

Es ist das alte Innsbrucker Spiel: Mit Phantasie-Budgets bringt Für Innsbruck den Gemeinderat dazu, dem x-ten Mega-Sportevent zuzustimmen. In den Monaten danach steigen die Kosten - leider, leider - laufend weiter an. Reinreden lassen sich die Eventbegeisterten trotzdem nicht, denn jetzt muss ja nachverhandelt werden und das können nur sie machen, lästige Kontrolle stört da nur. Schließlich darf der Gemeinderat noch die endgültigen Kosten für die Stadt absegnen, die in diesem Fall geschätzte 50-100% über den im "Bidbook" daherfantasierten liegen werden.

Wer einmal nachlesen will, wie Zach eine Anfragebeantwortung umgeht und trotzdem fünf Minuten lang redet, kann meine Anfrage und die Beantwortung hier nachlesen.

Mein Video zur Verschwendung bei den YOG gibt es immernoch hier auf youtube und auf http://www.verschwenden.at/.

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