Mittwoch, 2. Dezember 2009

Vergessen, ablenken, vernebeln.

Die Koalition schützt ihre Freunde.

Die Stadt hat also zum zweiten mal in Folge leider "vergessen", eine Unterschrift einzuholen. Die Folge: Wichtige Unterlagen rund um die 1,5 Mio-Subvention der Stadt Innsbruck für den Beschneiungsteich am Patscherkofel fehlen, und rechtlich hat die Stadt keine Handhabe sie zu bekommen.

Denn der betreffende Verein weigert sich, die Dokumente heraus zu geben. Das ist eine ziemlich unerträgliche Frechheit, wenn man bedenkt dass die Stadt ihm gerade 1.500.000,00 Euro Steuergeld geschenkt hat. Aber gut, Dankbarkeit ist ja nicht in jedem Verein eine Kategorie. Und für einen Schröcksnadel, der mit seinen Patscherkofelbahnen vom Speicherteich profitiert, schon gar nicht.

Deshalb wollte ich gestern etwas Druck machen. Ich habe im Kontrollausschuss beantragt, die Subventionsempfänger offiziell und per Beschluss aufzufordern, die fehlende Unterschrift nachzureichen und die Unterlagen heraus zu geben. Aber Fehlanzeige: Die Koalition aus Für Innsbruck, ÖVP und SPÖ stimmte brav für ihre Freunde im Schröcksnadel-Umfeld und gegen den Antrag.

Damit nicht genug, haben Für Innsbruck und die ÖVP haben im Ausschuss über eine Stunde lang hauptsächlich versucht, abzulenken und die Geschichte zu vernebeln.

Schröcksnadel sen. und jun. haben sich ein mittleres Wirtschaftsimperium erarbeitet. Das respektiere ich, da steht viel Leistung dahinter und nicht nur Subventionen. Aber wieso diese Familie ÖVP und SPÖ dermaßen wichtig ist, dass sie jeden leistesten Hauch an Kritik sofort ablenken, vernebeln und ablehnen müssen, das verstehe ich - noch - nicht.

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