Donnerstag, 17. Dezember 2009

SPÖ zieht nach: Bierstindl in Konkurs geschickt

Im Landtag hat neben der ÖVP jetzt auch die SPÖ gegen eine Diskussion über eine Bierstindl-Rettung gestimmt. Damit dürfte die Sache gelaufen sein - die rot-schwarze Koalition schickt das Haus in Konkurs.

Angedeutet hatte sich das Stimmverhalten der SPÖ im Landtag schon letzte Woche in einer SP-Wortmeldung im Innsbrucker Gemeinderat: "Wenn ich privat investieren müsste, wär das Bierstindl nicht meine Hoffnungsaktie." (StR Peer, Zukunftshoffnung der SP)
Immerhin hatte die SP damals noch für eine Diskussion über eine mögliche Rettung gestimmt. Die Genossen im Land sehen das offenbar anders.

Die Grüne Presseaussendung von Gebi zum Landesbeschluss gibt es hier.

Kommentare:

finanzamt für gebühren hat gesagt…

das haus und das grundstück des bierstindl gehört dem verein bierstindl. es handelt sich also nicht um einen klassischen kulturverein mit miete und subvention sondern um einen grundbesitzer mit eigentum.

sollen sich der herr carli und der zirler architekt darum kümmern, dieses kapital flüssig zu machen und weniger grundeigentümer und dafür mehr kulturveranstalter sein.

Martin Hof hat gesagt…

Genau dieses Eigentum ist ein Hauptproblem, weil der Großteil des Hauses alt und eigentlich abbruchreif ist. Die Investitionen in das Haus sind der wichtigste Grund für die Schulden.

Deshalb will das Bierstindl dem Land die Liegenschaft schenken - im Gegenzug aber einen Neubau haben und die Zusicherung, dass sie das Haus weiter betreiben dürfen. Damit hätten eigentlich alle gewonnen: Das Land investiert, erhält dafür aber eine interessante Liegenschaft, und der Verein wäre endlich die Altlast des Gebäudes los.

Solche Lösungen waren bereits zweimal praktisch unterschriftsreif. Das erste Mal ist die damalige Planung des Brennerbasistunnels dazwischen gekommen, die in dieser Gegend ursprünglich ein Tunnelportal vorgesehen hat. Als das vom Tisch war, wurde wieder verhandelt, und noch im Sommer hat Palfrader öffentlich zugesichert dass das Bierstindl bestehen bleiben wird - auch die Verhandlungen sind hervorragend gelaufen und waren weitgehend abgeschlossen.

Dann kam, im Dezember, die Kehrtwendung und Palfrader hat die Vereinbarung platzen lassen.

finanzamt für gebühren hat gesagt…

und als der brennerbasistunnel drohte, durchs bierstindl durchzufahren, da hoffte der vereinsvorstand wohl auf eine großzügige enstchädigung, die dann im eigentum des vereins bliebe.

da hätte ich auch die verhandlungen mit dem land einschlafen lassen,...