Freitag, 11. Dezember 2009

Olympische Träume

Einige PolitikerInnen träumen wieder von dritten Olympischen Spielen. Das kostet uns Millionen - mitten in der Krise.

Es hat zwei Olympia-Befragungen gegeben, beide sind dagegen ausgegangen. Aber die Youth Olympic Games sind was anderes: Das wird eine relativ kleine Sache, mit ca 1100 SportlerInnen. Hintergrund ist, dass das IOC massive Probleme mit den Sponsoren hat, weil bei den letzten Spielen die Jugendlichen FernsehzuseherInnen weggebrochen sind. Die YOG sollen jetzt Kinder und Jugendliche sozusagen an Olympia heranführen und sie interessieren, damit sie dann auch die großen Spiele wieder anschauen und Nike, Coca usw wieder mehr zahlen.

Aber unabhängig davon träumen immer noch manche in Stadt und Land, vor allem von ÖVP und Für Innsbruck, von dritten Olympischen Spielen. Was daran so toll sein soll versteh ich nicht, es ist auch völlig unrealistisch weil die Spiele praktisch nur noch an neue Standorte mit hohen Investitionen in großen Ländern (Märkten) vergeben werden.

Trotzdem buttern wir seit Jahren Millionen in dieses heimliche Ziel: In teure Infrastruktur, in den Versuch Nobelhotels zu bekommen (für IOC-Olympia-Standards fehlen uns noch 4*- und 5*-Betten in der Stadt, die sich aber im normalen Betrieb nicht rechnen), in Universiaden und jetzt eben die YOG.

Die ersten (Sommer-)YOG werden übrigens kommendes Jahr in Singapur stattfinden und haben ein offizielles Budget von 75,5 Millionen US-Dollar (rund 51 Mio Euro).


Das ist der Hintergrund zur Presseaussendung von Gebi und mir (siehe letzter Post).

Mein Video zur Verschwendung bei den YOG gibt es immernoch hier auf youtube und auf www.verschwenden.at.

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