Montag, 30. November 2009

Verschwendete Millionen

Wie mindestens 9 Mio Steuergeld versenkt werden ...

... erkläre ich in diesem Video:




Mehr Verschwendungen gibts zu bestaunen auf http://www.verschwenden.at/

Mittwoch, 18. November 2009

Goldene Weihnachten

Jetzt sind sie da, die goldenen Christkindl-Standln in der vergoldeten Theresienstraße.


Dazu gibt's noch silberne Glitzerbäume auf goldenen Podesten. Es weihnachtet in der Stadt.

Außer bei denen, die wegen der Krise ihren Job verloren haben, die sich keine 600 Euro für eine Zwei-Zimmer-Wohnung leisten können, oder die auch in diesem Winter nicht wissen wie sie die Heizung bezahlen sollen. Ja, diese Menschen gibt es auch bei uns, und leider sind es gar nicht wenige.

Nur sind sie spätestens mit der Disneypracht des Christkindleinzugs vergessen. Und sie passen auch wirklich nicht zum goldenen Fest für TouristInnen und etablierte BürgerInnen.

Montag, 9. November 2009

Pröll wirbt für Arbeit ohne Lohn

Unser Vizekanzler findet, dass die Unis mit ihren Ressourcen halt auskommen müssen. Dafür bewirbt er mit viel Aufwand präkere Beschäftigungsverhältnisse.

Ein Traum, zum greifen nah: Die ÖVP verlost im Internet per Voting eine Woche mit Josef Pröll. Gut, die Homepage ist im Design schreiend peinlich. Aber was ist der Inhalt hinter dem "Superpraktikanten"?

Viele junge AkademikerInnen haben heute das Problem, dass sie oft jahrelang in schlecht- oder gar nicht bezahlten Praktika festsitzen, bevor sie mit Glück einen "richtigen" Job bekommen. Über das nicht grade einfache Leben dieser "Generation Praktikum" gibt es inzwischen jede Menge Bücher und Studien.

PraktikantInnen sind für die großen Firmen, die sie beschäftigen, erstmal vor allem ausgebildete, billige und unverbindliche Arbeitskräfte. Gibt es Probleme oder hat man grade keinen Platz mehr in der Firma, sind sie bald wieder weg; will man doch jemanden anstellen, kann man das nach einem Jahr immer noch. Inzwischen kostet die Arbeitsleistung sowieso kaum Geld.

Dieses Konzept findet unser Finanzminister ansprechend genug, um darauf seine kleine Werbekampagne für sich selbst aufzubauen. Ein schlimmes Zeichen.


Ich habe übrigens auch abgestimmt, für Barbara Toth. Die "Falter"-Journalistin würde ich Josef Pröll wirklich gern eine Woche lang zur Seite stellen. Auch um dann zu lesen, wie seine Arbeitswoche denn so abläuft. Derzeit führt sie überlegen im "Highscore" vor Niko Alm und Klaus Werner-Lobo, dem Autor des "Schwarzbuch Markenfirmen".

Aber wahrscheinlich ist meine Stimme verloren: Denn wenigstens eine verwirklicht sich mit dem Superpraktikanten einen Traum: In den Teilnahmebedingungen behält sich die ÖVP "das Recht vor [...] allenfalls das Wahlergebnis zu korrigieren bzw anzugleichen."

Samstag, 7. November 2009

Platzangst

Seit heute gibt es offenbar auch eine schöne Installation zu Uni-Zugangsbeschränkungen, von kreativen Innsbrucker Studierenden auf der Technik:

http://www.sowimax.at/2009/11/platzangst-auf-der-technik/

Dienstag, 3. November 2009

Wahnsinn um die Sportgelder

Der Bundesrechnungshof bestätigt Kritik der Grünen und zerreißt die Sportpolitik von SPÖVP in der Luft.

Wahnsinn. Einen so vernichtenden Kontrollbericht habe ich bisher glücklicherweise noch nie bekommen. In der Folge nur einige der Kritikpunkte aus der Zusammenfassung:
  • "geringe Transparenz der Mittelströme zu den Letztempfängern"
  • "Personelle Verflechtungen - Mit der Förderungsgewährung befasste Mitarbeiter auf Bundes- und Landesebene waren gleichzeitig auch in Funktionen (z.B. Geschäftsführer, Vorstandsmitglieder, Aufsichtsräte, Rechnungsprüfer) oder Gremien von Förderungsempfängern tätig."
  • "teilweise verwaltungsaufwändige Abläufe sowohl für den Förderungsgeber als auch für die Förderungsempfänger"
  • "Fehlende Übersicht über die Gesamtfinanzierung bzw. die Gesamtgebarung großer Färderungsempfänger"
  • "bis zu fünf Förderungsgeber waren mit der Förderungsgewährung und Abrechnung befasst"
  • "Fehlende Schwerpunktsetzungen insbesondere im Leistungs- und Spitzensport"
  • "durchgängige Evaluierungen [...] fehlten weitestgehend"
  • "Die Vereinbarungen definierten [...] nicht ausreichend präzise. Dies führte zu langwierigen Entscheidungsprozessen, so dass mehrere Jahre nach Fertigstellung der Projekte die Finanzierung noch nicht endgültig geklärt war. Gegenüber den ursprünglich veranschlagten und den tatsächlichen Projektkosten kam es - teilweise durch Projektänderungen - zu erheblichen Abweichungen."
  • Strukturförderung: "Der ÖFB konnte aufgrund seiner gesetzlichen Sonderstellung mit diesen Mitteln teure Projekte verwirklichen, deren Kostenangemessenheit nicht nachvollziehbar war."

Die Liste könnte man noch seitenweise fortsetzen. Spätestens jetzt muss die Sportpolitik aufwachen und die Strukturen im Sport auf völlig neue Beine stellen. Tut sie es wieder nicht, dann müssen sich die PolitikerInnen von Rot und Schwarz den Vorwurf gefallen lassen, vorsätzlich ein sinnlos teures, dunkles und ineffizientes System zu schützen.

Den Bericht gibt es online zum Nachlesen, und zwar hier.

Sowimax und die Verschwender

Zwei interessante Neuigkeiten im Netz:

1. Martin Blumenau beschreibt in seinem Blog, was an den Protesten der Studierenden neu und einmalig ist.


Bild: Plenum im "sowimax" von gestern abend, nach 4 Stunden Debatte.



Übrigens ist die Aula der Innsbrucker Sowi weiterhin von Studierenden besetzt. Gestern diskutierten dort hunderte TeilnehmerInnen bis sehr spät in die Nacht über ihre Forderungen und Organisation. Nächstes Plenum: Heute abend, 18 Uhr. Wer Zeit hat kann schon ab 17 Uhr einen Auftritt des Koschuh im Sowimax erleben.

Update: Auch die Südtiroler Grünen solidarisieren sich mit dem Sowimax. Leider können sie vor Freitag nicht vorbei kommen.

2. Mit http://www.verschwenden.at/ starten die Tiroler Grünen eine kleine Internet-Kampagne gegen die Verschwendung von Steuergeld. Zu sehen sind bisher 4 Videos, in den nächsten Wochen werden regelmäßig neue dazu kommen. Bitte anschauen und bei Gefallen weiterempfehlen - die Videos sind auf Youtube, also zB auch auf Facebook recht einfach zu finden und zu verlinken.