Dienstag, 6. Oktober 2009

Das blaue Wunder

Ich bin kein großer Misik-Fan, aber vielleicht ändert sich das noch. Denn sein Videocast über die Ausländerdebatte bietet nicht nur eine gute Zusammenfassung der Problemlage, sondern auch einige Lösungsansätze an.

Stadtplanung kann ärmere Stadtviertel aufwerten, professionelle ModeratorInnen und SozialarbeiterInnen können die alltäglichen Konflikte bearbeiten. Auch persönliches Engagement von PolitikerInnen und BürgerInnen in ihren Stadtvierteln wird es brauchen.

Dabei fällt wieder auf, dass Integrationspolitik in den Städten gemacht wird oder gar nicht. Und dass sie Geld kostet, denn professionelle Arbeit gibt's nicht gratis.

Die Fortschritte in Innsbruck sind minimal. Dieses Jahr hat die Stadt erstmals 125.000 Euro für Integrationspolitik vorgesehen. Das ist immerhin ein Anfang, der auch auf Druck von uns Grünen zustande gekommen ist.

Für das kommende Jahr wird dieser Ansatz auf 50.000 Euro zusammen gestrichen. Wenn unsere schwarz-rote Koalition nicht bald aufwacht, wird Innsbruck sein blaues Wunder erleben - nicht nur mit der FPÖ.

Auslöser für Misiks Beitrag ist übrigens der auch in Innsbruck spürbare Rechtsruck der SPÖ.

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