Donnerstag, 24. September 2009

PA Leitung der Bezirks- und Gemeindeverwaltung wird ausgeschrieben

Schwarzl: "GRÜNE stoppen intransparentes Betrauungskarussell"

Erfreut zeigen sich heute die Innsbrucker GRÜNEN darüber, dass es ihnen durch ihre beharrliche Forderung nach Ausschreibung der Nachfolge in der Magistratisdirektion und generell nach Objektivierung der Postenvergabe in der Stadt offenbar gelungen ist, das bürgermeisterliche Betrauungskarusell zu durchbrechen: "Unter Bürgermeisterin Zach hat es sich in den letzten Jahren eingeschlichen, dass hohe Funktionen im Stadtmagistrat weder extern noch intern ausgeschrieben werden. Vielmehr wurden der Bürgermeisterin genehme Personen mit den Funktionen betraut. Damit wurde regelmäßig das Bestellungsrecht des Stadtsenats und das Mitwirkungsrecht der Personalvertretung umgangen", freut sich StRin Uschi Schwarzl, dass der GRÜNE Druck Wirkung zeigt. Ex-Vizebm. Platzgummer, den BMin Zach mit der Leitung der Bezirks- und Gemeindeverwaltung betrauen wollte, hat dies abgelehnt und eine Ausschreibung verlangt.

"Ein schlechter Nachgeschmack bleibt", ergänzt der Grüne Gemeinderat Martin Hof. Er verweist auf die große öffentliche Diskussion rund um Platzgummers Kandidatur für den Gemeinderat vor drei Jahren. "Platzgummer und seine Fraktion haben seit damals immer beteuert, dass er nicht in eine leitende Funktion im Stadtmagistrat zurückkehren werde. Das war wohl nur Wahlkampfrhetorik. Sobald es ernst wird, sind bei 'Für Innsbruck' die großen Worte von gestern vergessen."

Medienberichten zufolge, sei die Ausschreibung bereits erfolgt. Allerdings nur intern. "Wir GRÜNE fordern BMin Zach auf, noch einen Schritt weiter zu gehen. Eine rein interne Ausschreibung wird nicht viele BewerberInnen anlocken. Denn wer will sich schon die eigene Karriere innerhalb des Magistrats verbauen und gegen den bürgermeisterlichen Wunschkandidaten antreten", fordert Schwarzl eine offene über das Stadtmagistrat hinausgehende InteressentInnensuche.

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