Dienstag, 26. Mai 2009

PA Gschwentner versteht Frauenfußball nicht /Mair/Hof

GRÜNE: „Nicht einseitig bei den Frauen sparen“

Die GRÜNEN warten heute mit harscher Kritik an der halbherzigen Entscheidung von Sport-Landesrat Gschwentner auf: „Ich freue mich, dass das Frauenteam des FC Wacker vorerst weiterspielen kann. Aber Gschwentner hat ganz offensichtlich nicht verstanden, wie Frauenförderung im Sport aussehen sollte“ erklärt der Sportsprecher der GRÜNEN im Landtag, Gebi Mair.

„Jetzt nur bei den Wacker-Frauen das Budget zu kürzen und zu erklären, diese sollten nicht so hohe Aufwandsentschädigungen bezahlen ist eine Chuzpe von Gschwentner. Das bedeutet schließlich: Frauenfußball ja, aber nur gratis als Hobby. Dabei ist das Wacker-Frauenteam ein Spitzenteam und mehr als ein Freizeitverein“ ist Mair enttäuscht. Gschwentner solle sich zum Frauensport bekennen und die sportliche Zukunft des Wacker-Frauenteams nicht gefährden.

Der GRÜNE Innsbrucker Gemeinderat Martin Hof ergänzt: „Die Frauen haben jetzt nur noch 2% des Wacker-Budgets, das steht in keinem Verhältnis zum Männer-Budget. Für mich ist das eine halbherzige Entscheidung des Landes, und sportpolitisch dumm.“ Laut Hof bestehe nun die Gefahr, dass das Wacker-Frauenteam zu einer Alibi-Geschichte werde.

Für die GRÜNEN Mair und Hof bestünde nun eigentlich die Chance, etwas Großes aufzubauen: „Die Politik muss Interesse an der Förderung des Frauenfußballs haben, dafür müsste aber die Sportförderung insgesamt umgebaut werden.“

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Genderbudgeting. Steht in der Verfassung und ist bis 2013 von den Kommunen umzusetzen. Wär eine spannende Sache, das von grüner Seite nachhaltig einzufordern.
wome

Martin Hof hat gesagt…

Hi,

danke für den Hinweis, wir überlegen schon seit einiger Zeit, wie wir dieses Argument am besten politisch ins Spiel bringen. Nicht nur im Sport eröffnet sich da ein ganz weites Feld.

lg
Martin