Donnerstag, 15. Januar 2009

Schwarzer Streik?

Ein ehemaliger ÖVP-Obmann ruft zum Streik an Universitäten auf.

Was früher nur rote und grüne ÖH-Mitglieder überlegt haben, hat jetzt Erhard Busek getan. Er fordert im Standard endlich Geld für Schulen, Unis und Fachhochschulen. Und weil sich unsere Regierungen seit über zehn Jahren nur in salbungsvollen Phrasen ergehen anstatt ernsthaft Geld in die Hand zu nehmen, "rät Busek den Universitäten zum Streik".

Busek hat recht. Es geht nämlich nicht um normale kleinliche Budget-Streitereien, sondern um unsere wirtschaftliche Zukunft. Gerade im teuren Tirol zeigt die Krise, dass bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten weniger gebildete als erste auf der Straße stehen.

Seit Jahrzehnten sind sich alle ExpertInnen einig, dass Österreich nur mit Innovationen und bestens ausgebildeten Menschen eine Chance hat, den Lebensstandard langfristig zu halten. Es war eine der großen Enttäuschungen der neuen Regierung, dass in Forschung und Bildung wieder nichts weitergeht. Auch das Geld zur Krisenbekämpfung geben Faymann und Pröll lieber für kurzfristige Projekte aus.

Das können wir uns nicht mehr leisten.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Eben lese ich die Anforderungen der UIBK für Studiengebühren-Befreiung bei Berufstätigkeit: Einkommensteuerbescheid des Kalenderjahres vor Semesterbeginn, ergo Bescheid für Einkommen 2008. Frist bis Ende März. Ich bin gespannt, wie viele/wenige Studis den Bescheid rechtzeitig in Händen haben...
http://www.uibk.ac.at/studienabteilung/de/erlasstatbestand.html

Anonym hat gesagt…

Das war wohl die Retourkutsche dafür, dass die anderen Parteien noch vor der Wahl die Gebühren per Gesetz abgeschafft haben. Danach hat der VP-Minister in den Verordnungen zum Gesetz einige Hürden, Hindernisse und Bremsen eingebaut.