Montag, 19. Januar 2009

Leo Wallners frommer Wunsch

Der Präsident des Österreichischen Olympischen Komitees, Leo Wallner, glaubt dass die Olympischen Jugendspiele 2012 in Innsbruck Fairness, Freundschaft und Breitensport ins Zentrum stellen werden. Im Interview mit Irene Heisz in der TT am Sonntag meint er, dass dieser "fromme" und "wichtige Wunsch" in der olympischen Bewegung am ehesten umgesetzt werden kann.

Schade dass er das nicht näher erklärt hat. Denn wie eine "Bewegung", die in den letzten 4 Jahren laut FAZ über 5 Milliarden Dollar umgesetzt hat, überhaupt die Möglichkeit haben soll, sich vorrangig um sportliche Fairness und Freundschaft zu kümmern, ist mir ein Rätsel. Zumal auch Wallner im selben Interview meint, dass es bei den "großen" Olympischen Spielen "immer um Rekorde aller Art" geht und sich daran in absehbarer Zeit auch nichts ändern wird. Und dass man in seiner Position schon wissen müsse, dass Doping eine große Rolle spielt, denn sonst "wäre man fehl am Platz und vielleicht in einem Kloster besser aufgehoben."

Interessant auch, dass gerade Wallners ÖOC im Vorfeld der Bewerbung schon darauf hingewiesen hat, dass für die Jugendspiele junge SpitzenathletInnen zu früh auf Höchstform trainiert werden dürften, damit ihre Verbände und nationalen Komitees ein paar Medaillen herzeigen können.

Jetzt geht es auf einmal um Fairness, Freundschaft und Breitensport. Fromme Wünsche eben.

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