Freitag, 12. Dezember 2008

PA Grüne zu den YOG in Innsbruck

Spiele sportlich umstritten

Innsbruck hat heute den Zuschlag zur Abhaltung der 1. Youth Olympic games erhalten. Fast der ganze Gemeinderat habe sich bei der Bekanntgabe gefreut. Die GRÜNEN können sich dieser Freude aber nicht vorbehaltlos anschließen. "Wir teilen die Befürchtung des Österreichischen Olympischen Comités, dass für die YOG junge SportlerInnen zu früh auf Höchstform trainiert werden", erklärt der GRÜNE Sportsprecher Martin Hof. Sponsoren und Verbände könnten massiven Druck erzeugen, um in der Medaillenstatistik nicht zu kurz zu kommen. "Dabei kommt die Gesundheit der Jugendlichen viel zu leicht unter die Räder. Das ist ein falsches Vorbild für unseren Nachwuchs."

Die Innsbrucker GRÜN-Stadträtin Uschi Schwarzl weist weiters darauf hin, aus welchen Gründen die YOG überhaupt eingerichtet wurden, und was vom IOC auch offen gelegt wurde: "Die klassischen olympischen Spiele verlieren an Attraktivität bei Jugendlichen. Diese Gruppe ist für die Sponsoren aber besonders wichtig, deshalb soll sie jetzt über die YOG angesprochen werden", meint Schwarzl, "hinter den schönen Sätzen von der Jugend der Welt und dem olympischen Gedanken geht es letztlich auch ums Geld, um die Einnahmen des IOC aus der Marke der Olympischen Spiele."

Öffentliches Geld fließe auch nicht zu knapp, die Planungen gehen von rund 9 Mio. Euro an öffentlichen Subventionen aus. "Mit diesem Geld könnte man im Breiten- und Nachwuchssport so Vieles erreichen! Aber offenbar erhofft sich der Tourismus einen Werbewert, da gibt man das Geld lieber für eine sportlich nicht unumstrittene Großveranstaltung aus", schließt GR Hof.

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