Montag, 10. November 2008

Soziales gegen Vertreibungspolitik

Schön! Heute melden sich in der TT soziale Initiativen zu Wort - zur Vertreibungspolitik in Innsbruck.

Der "SPAK" (SozialPolitischer ArbeitsKreis Tirol) erklärt, dass Verbote wie das Alkoholverbot am Bahnhof und die geplante städtische Parkordnung keine Probleme lösen. Die Verbotszonen weiten sich aus, führen aber nur zu Verlagerungen. Dafür macht die Vertreibungspolitik den KlientInnen der Sozialeinrichtungen das Leben schwer.

In der laufenden Diskussion von Federspiel bis Platzgummer und von "Schutzzone" bis Alkoholverbot bleiben Hintergründe und echte Lösungen ausgespart. Es wird über Drogenhandel geschrieben, aber nicht über die fehlende Drogenpolitik. Man bestraft kleinste Verstöße gegen das Alkverbot mit aller Härte, bietet aber den augegrenzten Gruppen keine Perspektiven. Der Rand der Gesellschaft bleibt im Dunkeln, sobald er sich im Stadtzentrum zeigt wird er vertrieben und verdrängt. Aus den Augen, aus dem Sinn.

Es ist Zeit für öffentlichen Druck. Wir brauchen wieder Antworten, brauchen eine neue, frische Sozialpolitik. Den Anstoß dazu können nur engagierte ExpertInnen aus der Sozialszene geben.

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