Samstag, 11. Oktober 2008

Aktion für Bleiberecht

Gestern gab es in ganz Österreich Aktionen für das humanitäre Bleiberecht. In Innsbruck war das ein "Sesselmeer" im Waltherpark. Den ganzen Tag über haben Menschen symbolisch leere Klappstühle und Campingsessel aufgestellt, für die Menschen, die das Recht bekommen sollen, hier zu bleiben.


Um 14 Uhr wurde die Plauder-Stimmung unterbrochen, es gab es kurze Reden der VeranstalterInnen und selbstgemachte Kuchen, beides streng überwacht und dokumentiert von einem eifrigen Polizeifotografen.

Mich beeindruckt die Erzählung von einer Asylwerberin, die ihr jahrelanges und für sie völlig intransparentes Verfahren 'Folter mit Papier' nennt. Und mich beschämt, dass es in Tirol weiterhin keine Rechtsberatung für AsylwerberInnen gibt, obwohl 60% der negativen Bescheide erster Instanz von der Berufungsbehörde aufgehoben werden. Aber wie soll jemand berufen, der Amtsdeutsch nicht versteht und sich mit 40 Euro 'Taschengeld' im Monat ganz sicher keinen Anwalt leisten kann?

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